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Der Geigenbogen ist ihr Zepter, ihr Rhythmus ist jener des Walzers; die Musiker des Wiener Johann Strauß-Orchesters sind sich ihrer großen Tradition bewußt. Die klassische Wiener Tanzmusik mag auf der ganzen Welt geliebt werden, ihre authentische Interpretation kann nur in ihrem Ursprung gefunden werden. Der Charme eines Volkes, das mit seiner Musik eins geworden ist, kann nicht nicht allein durch die Notenschrift über Generationen und Kontinente vermittelt werden.
Johann Strauß, der Walzerkönig, wußte das. Der Schöpfer der inoffiziellen österreichischen Nationalhymne "An der schönen blauen Donau" unternahm ausgedehnte Konzert-Tourneen um Zuhörern in aller Welt Walzer, Polkas und Quadrillen näher zu bringen. Dabei erwarb er sich einen solchen Ruf, dass er schon bald nicht mehr in der Lage war, all seinen Verpflichtungen nach zu kommen. Er überließ die Organisation des Orchesters seinem jüngsten Bruder Eduard, der den Anforderungen an einen Orchestermanager und Dirigenten perfekt entsprach. Zweimal, 1890 und 1900/01, unternahm Eduard Strauß mit dem Orchester USA-Tourneen, beide wurden zum Triumpf.
Widrige Zeiten unterbrachen die Kontinuität des Johann Strauß-Orchesters. In der Zwischenzeit war Eduard II, Enkelsohn von Eduard und Großneffe des Walzerkönigs, in der Familientradition aufgewachsen und bereit das Erbe anzutreten. Er wußte, dass nur ein erstklassiges Orchester mit Wiener Musikern den ganzen Charme dieser Musik zum klingen bringen könnte. Im Jahr 1966 fanden sich die besten Musiker der berühmhten Wiener Orchester in der historischen Besetzung zum "Wiener Johann Strauß-Orchester" zusammen.
Im Oktober 1966 ging Eduard Strauß mit dem neu gegründeten Wiener Johann Strauß-Orchester auf die erste Nordamerika-Tournee. Der Erfolg war so groß, das selbst der überraschende Tod des letzten Musikers der Strauß-Dynastie am 6. April 1969 das Orchester nicht stoppen konnte.
Willi Boskovsky folgte als Erster Dirigent. Unter seiner Stabführung wurde das Orchester zu ausgedehnten Konzert-Tourneen eingeladen und hat in zahlreichen Aufnahmen fast alle Werke der Strauß-Dynastie für den Österreichischen Rundfunk (ORF) eingespielt. Weiters spielte das Orchester unter allen Dirigenten, die für die Wiener Tanzmusik von Bedeutung sind.
Bis zum heutigen Tag verfolgt das Wiener Johann Strauß-Orchester seine Mission, die unsterblichen Melodien der Wiener Tanzmusik, vor allem die Werke der Strauß-Dynastie, zum Klingen zu bringen und damit zahllose Zuhörer auf der ganzen Welt zu erfreuen.

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